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D
Dienstleistungsfreiheit

Durch die Dienstleistungsfreiheit dürfen Personen, die in einem Land der Europäischen Union (EU) selbstständig Dienstleistungen anbieten, diese auch in jedem anderen Land der EU anbieten. Dies gilt aber nur für selbstständige Tätigkeiten. Das sind gewerbliche, handwerkliche oder freiberufliche Tätigkeiten, die anderen angeboten werden. Die Dienstleistungsfreiheit gilt nur für die vorübergehende und gelegentliche Tätigkeit. Es ist keine dauerhafte Möglichkeit und gilt nicht für angestellte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Dies regelt die Niederlassungsfreiheit.

Nur in den reglementierten Berufen in Deutschland, wie z. B. Arzt oder Ärztin, muss die Tätigkeit vorher schriftlich bei der zuständigen Behörde in Deutschland gemeldet werden.

Wer dauerhaft in Deutschland selbstständig tätig sein möchte, muss eine Anerkennung der Berufsqualifikation in Deutschland durchführen. Dies gilt auch für angestellte Personen.
 

Drittstaat

Bezeichnung für ein Land, das nicht zu diesen Ländern gehört:

  • Europäische Union (EU)
  • Europäischer Wirtschaftsraum (EWR)
  • Schweiz

Fachkräfte aus Drittstaaten benötigen für die Einreise nach Deutschland ein Visum, ein Jobangebot und die Anerkennung ihrer Berufsqualifikation.

Für bestimmte Drittstaaten gibt es Sonderregelungen zur Einreise: Fachkräfte aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro und Serbien benötigen ein Visum und einen Arbeitsvertrag, nicht aber die Anerkennung ihrer Qualifikation („Westbalkanregelung“). Fachkräfte aus Australien, Israel, Japan, Kanada, Südkorea, Neuseeland, dem Vereinigten Königreich und den USA können ohne Visum und ohne Anerkennung einreisen.

duale Berufsausbildung

Auch: duales System

siehe Berufsausbildung