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Anerkennung & Einwanderung

Fachkräfte aus Drittstaaten, die zur Beschäftigung einwandern, brauchen die Anerkennung und ein Visum. Die Einreise zur Anerkennung ist in bestimmten Fällen möglich.

Hier erhalten Sie Antworten auf folgende Fragen:

  • Wie können ausländische Fachkräfte einwandern?
  • Wann können Fachkräfte für die Anerkennung einreisen?

Fragen zu Anerkennung und Einwanderung

Sie haben noch mehr Fragen zu Anerkennung und Einwanderung?

Antworten zu diesem und weiteren Themen erhalten Sie auf der Internetseite des Projekts Unternehmen Berufsanerkennung.

Stellen Sie dort auch Ihre individuellen Fragen – einfach online! UBA: Fragen & Antworten

Wie können ausländische Fachkräfte einwandern?

Für die Einwanderung ist die Staatsangehörigkeit entscheidend: Fachkräfte aus Drittstaaten benötigen für die Einreise nach Deutschland die Anerkennung ihrer Berufsausbildung bzw. einen als vergleichbar anerkannten Hochschulabschluss. Für IT-Fachkräfte mit berufspraktischen Kenntnissen gibt es eine Sonderregelung.

Beschleunigtes Verfahren

Die Verfahren zur Einreise und Anerkennung bedingen sich gegenseitig und haben unterschiedliche Dauer und Fristen. Mit dem beschleunigten Fachkräfteverfahren können Sie die Verfahren zusammenfassen und den gesamten Prozess verkürzen. Mehr dazu erfahren Sie auf der Seite „Anerkennung und Beschäftigung“ in diesem Portal.

Anerkennung und Beschäftigung 

Fachkräfte aus Drittstaaten brauchen ein Visum, das in der Regel bis zu 6 Monate gültig ist. Nach der Einreise müssen sie das Visum bei der zuständigen Ausländerbehörde in eine Aufenthaltserlaubnis zur Beschäftigung umwandeln lassen. Diese wird in der Regel für 4 Jahre erteilt. Bereits beim Visum muss als Aufenthaltszweck die Aufnahme einer Beschäftigung angeben werden. Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch die Einreise zur Suche nach einem Arbeitsplatz möglich. Auch dafür ist die Anerkennung notwendig.

Voraussetzungen für die Aufenthaltserlaubnis zur Beschäftigung sind neben der Anerkennung ein konkretes Arbeitsplatzangebot und in den meisten Fällen die Zustimmung der Bundesanstalt für Arbeit (BA).

Für Australien, Israel, Japan, Kanada, Südkorea, Neuseeland und USA gelten erleichterte Regelungen: Fachkräfte aus diesen Staaten können ohne Visum einreisen und die Aufenthaltserlaubnis vor Ort in Deutschland beantragen. Fachkräfte aus EU/EWR/Schweiz benötigen weder Visum noch Aufenthaltserlaubnis.

Weitere Informationen zur Einwanderung von Fachkräften finden Sie im Leitfaden für Arbeitgeber von „Make it in Germany“ und bei Unternehmen Berufsanerkennung (UBA).

Unternehmen Berufsanerkennung (UBA)

Mann in Warnweste und Frau lachen sich an
BMWi, 2020

Möglichkeiten der Fachkräfteeinwanderung. Was Arbeitgeber wissen müssen

Wann können Fachkräfte für die Anerkennung einreisen?

Für Qualifizierungsmaßnahmen, die zur Anerkennung führen sollen, können Fachkräfte aus Drittstaaten nach Deutschland einreisen. Voraussetzung ist, dass im laufenden Anerkennungsverfahren wesentliche Unterschiede zur deutschen Berufsqualifikation festgestellt wurden, die mit Hilfe der Qualifizierung ausgeglichen werden können. Erforderlich sind zudem mindestens hinreichende deutsche Sprachkenntnisse, in der Regel auf Niveau A2.

Dieser Aufenthalt nach § 16d Aufenthaltsgesetz ist bis zu einer Höchstdauer von 18 Monaten mit einmaliger Verlängerung um bis zu 6 Monate möglich. In dieser Zeit kann die Fachkraft eine Nebenbeschäftigung von bis zu 10 Stunden pro Woche ausüben. Die zeitliche Beschränkung entfällt, wenn die Beschäftigung im Zusammenhang mit dem anzuerkennenden Beruf steht und ein konkretes Angebot für einen künftigen Arbeitsplatz vorliegt.

Bei nicht reglementierten Berufen können die wesentlichen Unterschiede, wenn diese schwerpunktmäßig in der betrieblichen Praxis bestehen, auch während einer bis zu 2-jährigen Beschäftigung im anzuerkennenden Beruf ausgeglichen werden.

Fachkräfte aus Drittstaaten können auch für die gesamte Dauer des Anerkennungsverfahrens nach Deutschland einreisen. Voraussetzung dafür ist eine Vermittlungsabsprache der Bundesanstalt für Arbeit (BA) mit der Arbeitsverwaltung des Herkunftslandes.

 

Weitere Informationen und Beratung

Die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen ist keineswegs nur eine Pflicht. Sie eröffnet auch Möglichkeiten für die Gewinnung und Bindung qualifizierter Fachkräfte aus dem Ausland.

Weitere Informationen für Unternehmen, Unterstützung sowie Antworten auf Ihre Fragen zur Anerkennung bietet das Projekt Unternehmen Berufsanerkennung (UBA). Initiiert vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) wird UBA mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. 

Unternehmen Berufsanerkennung (UBA)

Auf dem Portal „Make it in Germany“ können sich Unternehmen über die Möglichkeiten zur Rekrutierung, Einreise und Integration ausländischer Fachkräfte informieren. Hier finden Sie neben dem Leitfaden für Arbeitgeber auch wichtige Formulare für die Einwanderung von Fachkräften.

Make it in Germany

Beim BQ-Portal erhalten Unternehmen Informationen zu ausländischen Berufsbildungssystemen und Berufsqualifikationen, die in Deutschland zum Bereich der dualen Aus- und Fortbildungsberufe gehören. Ländersteckbriefe geben einen Überblick über ausgewählte Länder. Sie finden dort Informationen zu Wirtschaft und Gesellschaft, den wichtigsten Eigenschaften der Berufsbildungssysteme und zur aktuellen Zuwanderung nach und Integration in Deutschland.

BQ-Portal