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25.05.2021

Runder Tisch gestartet

„Runder Tisch Berufsanerkennung“ des Bundesbildungsministeriums bezieht die Expertise von Migrantenorganisationen systematischer in den fachlichen Diskurs ein.

Am 20. Mai 2021 kamen 16 Migrantenorganisationen mit Sozialpartnern, Beratungsstellen und zuständigen Bundes- und Länderbehörden auf Einladung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erstmals zum „Runden Tisch Berufsanerkennung“ zusammen. Die Anwesenden waren sich einig: Migrantenorganisationen sind Brückenbauer zwischen Anerkennungsinteressierten und Institutionen. Sie spielen eine bedeutende Rolle bei der Kommunikation über die Anerkennungsmöglichkeiten und müssen daher noch mehr gehört und aktiv eingebunden werden.

Die Auftaktsitzung fand online statt und widmete sich dem Themenschwerpunkt Kommunikation. Gute Beispiele aus der Praxis verdeutlichten den Beitrag von Migrantenorganisationen zur gelingenden Kommunikation rund um das Thema Anerkennung. Dazu gehören beispielsweise ganzheitliche und zielgruppenspezifische Konzepte, Einbindung von Ehrenamtlichen, kulturelle Sensibilität und muttersprachliche Beratung. Diese Kompetenzen machen Migrantenorganisationen zu gefragten Ansprechpartnern, zunehmend auch für Fachkräfte im Ausland. Klar wurde auch: Der oft sehr persönliche Draht und das besondere Vertrauensverhältnis zu den Anerkennungsinteressierten sind Alleinstellungsmerkmale von Migrantenorganisationen.

Die gut vierstündige Auftaktsitzung ging mit vielen Impulsen für die Weiterarbeit zu Ende. Der nächste Runde Tisch soll im kommenden Jahr und dann hoffentlich in Präsenz stattfinden. Der Bericht zum ersten „Runden Tisch“ wurde auf „Anerkennung in Deutschland“ veröffentlicht (siehe unten „Weitere Informationen“).

Hintergrund

Der „Runde Tisch Berufsanerkennung“ ist eine Maßnahme aus dem Nationalen Aktionsplan Integration (NAP-I) der Bundesregierung. Im Themenforum „Anerkennung“ zur Vorbereitung des NAP-I war die zentrale Rolle der Migrantenorganisationen betont worden. In der Folge hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit Unterstützung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) den „Runden Tisch Berufsanerkennung“ ins Leben gerufen. Ziel dieses Austauschformates ist es, die Expertise von Migrantenorganisationen in einen Diskurs mit Sozialpartnern, Beratungsstellen und zuständigen Bundes- und Länderbehörden zu bringen und deren Erfahrungen systematischer einzubeziehen. Durch wechselnde Themen und Formate sollen möglichst viele Akteure eingebunden werden. 

Weitere Informationen

Bericht zur Auftaktsitzung „Runder Tisch Berufsanerkennung“

Bericht zum NAP-I-Themenforum: Anerkennung von Berufs- und Bildungsabschlüssen als Einstieg in den Arbeitsmarkt (PDF, 290 KB)

Nationaler Aktionsplan Integration (NAP-I)