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Ein Angebot des Bundesinstituts für Berufsbildung

Anerkennung aus Nordafrika im Aufwärtstrend

Die Anerkennungszahlen 2025 zeigen starke Zuwächse bei Berufsqualifikationen aus Ägypten und Marokko.

In Ägypten, Marokko sowie in Tunesien arbeiten BIBB und GIZ gemeinsam daran, Anerkennung frühzeitig mitzudenken.

Die Zahl der Anerkennungsanträge ist 2025 erneut gestiegen. Besonders stark nahmen die Anträge für Berufsqualifikationen aus Ägypten und Marokko zu. Beide Länder gehören gemeinsam mit Tunesien zu den zehn häufigsten Ausbildungsstaaten im Anerkennungsgeschehen.

Für Bundesberufe wurden 2025 rund 76.200 neue Anträge auf Anerkennung einer ausländischen Berufsqualifikation gestellt. Das waren sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Innerhalb von fünf Jahren hat sich die Zahl der Anträge damit nahezu verdoppelt.

Besonders dynamisch war die Entwicklung bei Qualifikationen aus Ägypten: Rund 3.000 Anerkennungsanträge bezogen sich 2025 auf dort erworbene Berufsqualifikationen – 88 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Qualifikationen aus Marokko stieg die Zahl um 45 Prozent auf rund 2.500 Anträge. Tunesien gehört bereits seit mehreren Jahren zu den fünf häufigsten Ausbildungsstaaten.

Tolle Neuigkeiten, dass Ägypten 2025 auf Platz 6 der häufigsten Ausbildungsstaaten liegt! Die Antragszahlen sind im Vergleich zum Vorjahr um 88 % gestiegen. (Shahira Wassef, Leiterin Migrationsportfolio GIZ Ägypten)

Anerkennung frühzeitig mitdenken
In Ägypten, Marokko und Tunesien arbeiten das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Rahmen von THAMM Plus zusammen. Ziel ist es, Fragen zur Anerkennung von ausländischen Berufsqualifikationen bereits vor der Migration stärker in Beratung und Qualifizierung einzubeziehen.

Das BIBB-Kompetenzzentrum Berufsanerkennung berät THAMM Plus zu Fragen der beruflichen Anerkennung. Dabei geht es zum Beispiel darum, wie Wissen über Anerkennungsverfahren dauerhaft in die Beratung einfließen kann. Außerdem sollen Erfahrungen aus Anerkennungsverfahren genutzt werden, um Qualifizierungsangebote in den Herkunftsländern weiterzuentwickeln. Eine Aufgabe, die angesichts der Skills Portability Initiative der EU-Kommission weitere Bedeutung gewinnt. 

Caroline Przybylla, Beraterin THAMM Plus Tunesien, unterstreicht:

Tunesien gehört seit 2022 stabil zu den Top 5 Ausbildungsstaaten bei den Anträgen zu Berufen nach Bundesrecht. Diese Entwicklung freut uns sehr! Bei THAMM Plus arbeiten wir kontinuierlich daran, die Bedarfe des tunesischen und deutschen Arbeitsmarkts abzustimmen und Qualifizierungsansätze zu entwickeln, die berufliche Perspektiven in Tunesien ebenso wie im internationalen Kontext stärken.

Die aktuellen Anerkennungszahlen zeigen, welche Bedeutung das Thema für Fachkräfte aus diesen Ländern hat. Die Statistik lässt allerdings keine Rückschlüsse darauf zu, welche Ursachen hinter den steigenden Antragszahlen stehen.

Wie BIBB und GIZ in Ägypten, Marokko und Tunesien zusammenarbeiten und welche Ansätze dabei verfolgt werden, zeigt der ausführliche Fachbeitrag auf bibb.de.

Wie BIBB und GIZ Fachkräfte in Ägypten, Marokko und Tunesien unterstützen
Auswertung der amtlichen Statistik zum Anerkennungsgesetz des Bundes für 2025  
Die Ergebnisse der Bundesstatistik für 2025 in Kürze