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Christine Schuller, Kauffrau für Büromanagement

Auch in Deutsch­land ar­bei­te ich wie­der in mei­nem Lieb­lings­be­ruf 

Schon einen Monat nach Antragstellung erhielt Christine Schuller aus Rumänien die Anerkennung. Jetzt arbeitet sie in Deutschland als Kauffrau für Büromanagement.

Mein Tipp
Nicht auf­ge­ben! Es ist nicht ein­fach. Aber es lohnt sich. Am En­de über­wiegt die Freu­de. Für mich war die An­er­ken­nung ein rich­ti­ger Fei­er­tag!
Steckbrief
Name
Christine Schuller
Alter
31
Referenzberuf
Kauffrau für Büromanagement
Herkunftsland Abschluss
Rumänien
tätig als
Kauffrau für Büromanagement

Meine Geschichte

„Anerkennung bedeutet für mich Sicherheit. Ich arbeite in Deutschland in dem Beruf, der mir Spaß macht.“

In Deutschland zu leben war schon immer ein großer Traum von Christine Schuller. In Rumänien besuchte sie bis zur 8. Klasse eine deutsche Schule in Sibiu (Hermannstadt). In ihrer Familie wurde Deutsch gesprochen. Und viele Verwandte leben in Deutschland.

Die Entscheidung fiel jedoch spontan: „Mein Mann und ich haben beschlossen, es einfach mal auszuprobieren. Wir haben unsere Koffer gepackt und sind nach Deutschland gekommen. Wir hatten keine konkreten Vorstellungen.“ Christine Schuller arbeitete 7 Jahre in Rumänien als Bürokraft. „Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Deshalb wollte ich auch in Deutschland in meinem Lieblingsberuf arbeiten.“ Die ersten Bewerbungen brachten jedoch keinen Erfolg.

Die beste Freundin hatte gute Erfahrungen mit der Anerkennung ihrer Ausbildung als Erzieherin gemacht. Dadurch fühlte sich Christine Schuller zur Anerkennung ermutigt. Bei der IHK FOSA stellte sie den Antrag auf Anerkennung ihrer Berufsqualifikation. Doch zuvor nutzte Christine Schuller die Beratung bei der „Tür an Tür – Integrationsprojekte gGmbH“. Hier erhielt sie wertvolle Tipps, mit denen sie ihren Antrag auf Anerkennung perfekt vorbereiten konnte. Sie dokumentierte alle ihre beruflichen Tätigkeiten, Fähigkeiten und Erfahrungen: In Rumänien hatte Christine Schuller ein Studium im Bereich Banken und Finanzen abgeschlossen. Danach machte sie eine Weiterbildung zur Verwaltungsassistentin. Hinzu kommen 7 Jahre Berufserfahrung.

Doch das war noch nicht alles: „Ich habe meine Diplome und alle Arbeitszeugnisse übersetzen und beglaubigen lassen. Dann erst habe ich den Antrag gestellt. Das war sehr wichtig.“ Die gute Vorbereitung hat sich gelohnt. Denn schon einen Monat nach der Antragstellung erhielt Christine Schuller den Anerkennungsbescheid. Mit dem damaligen Referenzberuf „Kauffrau für Bürokommunikation“ bekam sie nun viel schneller eine Antwort auf ihre Bewerbungen. Christine Schuller freut sich über die Stelle, die sie über eine Zeitarbeitsfirma gefunden hat: „Ich habe es geschafft. Ich kann hier wieder in meinem Beruf arbeiten. Und das ging sogar schneller als gedacht.“

Hinweis: Mit der Neuordnung im August 2014 ist der Beruf „Kauffrau für Bürokommunikation“ im Beruf „Kauffrau für Büromanagement“ aufgegangen.

Foto: © Portal „Anerkennung in Deutschland“/BIBB

Das Gespräch mit Christine Schuller wurde im Juni 2014 geführt. Bei der Anerkennung ihrer Berufsqualifikation beriet und begleitete sie die „Tür an Tür – Integrationsprojekte gGmbH“ (MigraNet – IQ Landesnetzwerk Bayern) in Augsburg.

Mein Verfahren in Kürze

  1. In Rumänien schließt Christine Schuller ein Studium im Bereich Banken und Finanzen ab. Sie bildet sich weiter zur Verwaltungsassistentin und arbeitet 7 Jahre als Bürokraft.
  2. In Deutschland bewirbt sie sich ohne Erfolg. Bei der IQ Beratung in Augsburg informiert sie sich über das Anerkennungsverfahren.
  3. Vor der Antragstellung dokumentiert Christine Schuller ihren beruflichen Werdegang. Außerdem lässt sie ihre Zeugnisse übersetzen und beglaubigen.
  4. Bei der IHK FOSA stellt sie den Antrag auf Anerkennung ihrer Berufsqualifikation.
  5. Bereits nach einem Monat erhält Christine Schuller den Anerkennungsbescheid. Jetzt arbeitet sie wieder in ihrem erlernten Beruf.