Anerkennungszuschuss

Personen mit fehlenden finanziellen Mitteln und insbesondere Beschäftigte, die unterhalb ihrer abgeschlossenen Qualifikation tätig sind, können vom Anerkennungszuschuss profitieren.

Ziel ist es, eine bundesweit flächendeckende Förderung von Kosten für die Anerkennung ergänzend zu bestehenden Möglichkeiten der Finanzierung zu erproben.

Flyer Anerkennungszuschuss

Die grafische Kurzbeschreibung zum Anerkennungszuschuss aus dem Flyer steht in mehreren Sprachen zur Verfügung:

deutsch | arabisch | englisch | farsifranzösisch | polnisch | rumänisch | russisch | serbisch | spanisch | türkisch

Sie können den Flyer auch in Papierform beim Bundesministerium für Bildung und Forschung bestellen.

Die Broschüre "Ein Jahr Anerkennungszuschuss" gibt ein Jahr nach der Auflage des Anerkennungszuschuss durch den Bund einen Einblick in das Antragsgeschehen und fasst Erkenntnisse und Erfahrungen zusammen:

Broschüre "Ein Jahr Anerkennungszuschuss"



Tutorial-Videos

Die Tutorial-Videos erklären das Ausfüllen der Formulare für den Anerkennungszuschuss. Sollten noch Fragen offen bleiben, lesen Sie bitte nachfolgende Hinweise oder kontaktieren Sie die zentrale Förderstelle unter anerkennungszuschuss@f-bb.de oder unter  Tel. +49 371 4 33 11 222.

Das erste Video erklärt ganz einfach, wie Sie den "Mantelbogen - Angaben zur Person" ausfüllen:

 

Die folgenden Videos erklären Ihnen die weiteren Dokumente zum Anerkennungszuschuss:

 

Ihr Weg zur Förderung

Sie haben die Förderzusage erhalten? Starten Sie in das Anerkennungsverfahren.

Die für Ihre Anerkennung zuständige Anerkennungsstelle finden Sie in unserem Anerkennungs-Finder.

Ihnen sind Kosten in Höhe von mehr als 100 Euro entstanden?

Die zentrale Förderstelle zahlt Ihnen nach Einreichung Ihrer Belege den Anerkennungszuschuss aus.

Sie haben Ihren Anerkennungsbescheid bekommen? Jetzt haben Sie noch 3 Monate Zeit, um weitere Kosten geltend zu machen und Ihre Belege einzureichen. 


KONTAKT

Weitere Informationen zum Anerkennungszuschuss erhalten Sie bei der zentralen Förderstelle:

Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH
Support unter Telefon: +49 371 4 33 11 222
E-Mail:
anerkennungszuschuss@f-bb.de

Personen, die eine Berufsqualifikation aus dem Ausland haben, können in Deutschland die Gleichwertigkeit dieses Berufsabschlusses mit einem deutschen Referenzberuf im Rahmen eines Anerkennungsverfahrens prüfen lassen. Das ist durch das Anerkennungsgesetz geregelt. Das Anerkennungsverfahren ist kostenpflichtig und muss von den Antragstellenden selbst bezahlt werden. Oft haben die Anerkennungsinteressierten aber keine ausreichenden finanziellen Mittel.

Mit der Einführung des Anerkennungszuschusses erhalten Anerkennungsinteressierte mit fehlenden finanziellen Mitteln deutschlandweit eine finanzielle Förderung für ihr Anerkennungsverfahren.


Was ist das Ziel der Förderung?

Der Anerkennungszuschuss richtet sich an Personen, die wenig eigene finanzielle Mittel haben. Insbesondere Beschäftigte, die unterhalb ihrer abgeschlossenen Qualifikation arbeiten und nur ein kleines Einkommen haben, können vom Anerkennungszuschuss profitieren. Ziel ist es, eine deutschlandweite Förderung von Anerkennungskosten ergänzend zu bereits existierenden Möglichkeiten zur Finanzierung in einem 3jährigen Projekt zu testen.


Wer kann gefördert werden?

  • Personen, die eine formal erworbene Berufsqualifikation aus dem Ausland haben und ein Anerkennungsverfahren in Deutschland starten wollen,
  • Personen, die seit mindestens 3 Monaten ihren gewöhnlichen Aufenthalt bzw. Hauptwohnsitz in Deutschland haben (unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit, ihrem Aufenthaltsstatus oder dem Staat, in dem sie ihre Ausbildung abgeschlossen haben),
  • Personen, die nicht ausreichend eigene finanzielle Mittel haben (Antragstellende dürfen ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von 26.000 Euro bzw. bei gemeinsam veranlagten Ehe- bzw. Lebenspartnerschaften 40.000 Euro nicht überschreiten).

Was kann gefördert werden?  

  • Kosten für Gebühren und Auslagen des Anerkennungsverfahrens,
  • Kosten für Übersetzungen, Beglaubigungen von Zeugnissen und Abschlüssen sowie Gutachten,
  • Kosten für die Beschaffung von notwendigen Nachweisen,
  • Kosten für Qualifikationsanalysen (nach §14 BQFG und §50b HwO) und
  • Fahrtkosten innerhalb Deutschlands im Rahmen des Anerkennungsverfahrens.

Was kann nicht gefördert werden?

  • Anpassungsmaßnahmen oder vergleichbare Maßnahmen, Lernmittel (z.B. Bücher), Prüfungsgebühren, Kosten der Lebenshaltung und Betreuungskosten,
  • Sprachkurse und entsprechende Prüfungsgebühren,
  • Kosten und Gebühren für die Berufszulassung (Approbation, Führen der Berufsbezeichnung), wie z.B. die Ausstellung eines Führungszeugnisses oder eines ärztlichen Attests,
  • Leistungen, die im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktförderung nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) oder Leistungen zur Eingliederung in Arbeit nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch erbracht werden (SGB II).

Wie wird der Anerkennungszuschuss gewährt?

Der Anerkennungszuschuss wird in 2 Schritten gewährt:

1. Aufnahme der Förderung

Anerkennungsinteressierte reichen den Antrag auf Kostenübernahme bei einer zuleitenden Stelle vor Ort ein (z.B. bei Beratungsstellen im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“). Wichtig: Dies muss vor dem Start eines Anerkennungsverfahrens passieren! Die zuleitende Stelle leitet den Antrag auf Anerkennungszuschuss an die zentrale Förderstelle weiter. Dort wird geprüft, ob die Person die Voraussetzungen für eine Förderung erfüllt. Wenn die Entscheidung positiv ist, bekommt die Person eine schriftliche Zusage über die Förderung. Anschließend kann die Person das Anerkennungsverfahren starten.

2. Einreichung von Kosten

Mit der Zusage über die Förderung bekommen die Anerkennungsinteressierten ein Formular zur Auszahlung des Anerkennungszuschusses. Damit kann die Auszahlung der entstandenen Kosten direkt bei der zentralen Förderstelle beantragt werden.


Wie hoch ist die Förderung und wann wird der Anerkennungszuschuss ausgezahlt?

Die Förderung des Anerkennungsverfahrens beträgt maximal 600 Euro und muss nicht zurückgezahlt werden. Anträge können für Gesamtkosten ab 100 Euro gestellt werden.
Die Fördermittel werden nach Vorlage von Rechnungen oder Bescheiden (z.B. Gebührenbescheid, Rechnung für Übersetzungen) ausgezahlt. Rechnungen sollen innerhalb von 6 Monaten nach der Zusage über die Förderung, spätestens jedoch 3 Monate nach Abschluss des Anerkennungsverfahrens eingereicht werden.

Anträge auf Aufnahme in die Förderung können bis zum 30.9.2019 gestellt werden. Anerkennungszuschüsse können bis zum 30.6.2020 ausgezahlt werden.