Zeugnisbewertung von Hochschulabschlüssen

Zeugnisbewertung von Hochschulabschlüssen

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Ausländische Hochschulabschlüsse, die nicht zu einem reglementierten Beruf hinführen, regelt das Anerkennungsgesetz des Bundes nicht. Absolventinnen und Absolventen dieser Studiengänge können sich direkt auf dem deutschen Arbeitsmarkt bewerben. Um bessere berufliche Chancen in Deutschland zu haben, haben sie jedoch die Möglichkeit, ihren Hochschulabschluss durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) bewerten zu lassen.


Die Zeugnisbewertungen werden auf Grundlage der sogenannten Lissabon-Konvention ausgestellt. Die Länder der Bundesrepublik Deutschland haben die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) mit dieser Aufgabe betraut. Die ZAB stellt Zeugnisbewertungen für abgeschlossene Hochschulabschlüsse aus allen Staaten der Welt aus.

Die Zeugnisbewertung soll den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt erleichtern. Sie ist ein offizielles Dokument, mit dem die ausländische Hochschulqualifikation beschrieben und ihre beruflichen und akademischen Verwendungsmöglichkeiten bescheinigt werden. Mit der Zeugnisbewertung wird eine vergleichende Einstufung vorgenommen: Die Zeugnisbewertung nennt den deutschen Bildungsabschluss, mit dem der ausländische vergleichbar ist, und informiert über die Möglichkeiten der Fortsetzung des Studiums sowie die Verfahren zur beruflichen Anerkennung. Das Verfahren der Zeugnisbewertung ist nicht mit einer beruflichen Anerkennung gleichzusetzen.

Für das Ausstellen der Bescheinigung wird eine Gebühr von 200 Euro erhoben.

TIPP
Auf der Website der Informations- und Beratungsstelle Anerkennung Sachsen (IBAS) finden Sie ein Infoblatt zu den Zeugnisbewertungen (PDF, 217 KB) durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen.