Emma Jover García - Zeugnisbewertung Diplom Politikwissenschaft

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Emma Jover García

Mehr Klarheit in den Unterlagen


Die Zeugnisbewertung dokumentiert meine Berufsqualifikation schwarz auf weiß


Für den Beruf ‚Politikwissenschaftlerin‘ gibt es kein reguläres Anerkennungsverfahren. Deshalb ist Emma Jover García (40) sehr glücklich über die offizielle Zeugnisbewertung ihres Diploms.


Name Emma Jover García
Alter 40
Referenzberuf / (Zeugnisbewertung eines Diploms in Politikwissenschaft)
Herkunftsland Abschluss Spanien
Tätig als Mitarbeiterin einer Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe im Landkreis Heidekreis
Abschluss Licenciada en Ciencias Políticas y de la Administración

 

Anerkennung bedeutet für mich …

... die Anerkennung meiner Person und meines Beitrags in der Gesellschaft! Mit der Zeugnisbewertung fühle ich mich mit meinem Hochschulabschluss ernstgenommen.


Mein Tipp

Bei allen Fragen ist man in den Anerkennungsberatungsstellen des Netzwerks „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ gut aufgehoben. Hier habe ich mich von Anfang an beraten und begleiten lassen.


„Mach Dir keine Sorgen, Mama. Spätestens in einem Jahr bin ich wieder da“. Mit diesen Worten tröstete Emma Jover García ihre besorgte Mutter am Flughafen in Barcelona. Das war vor 17 Jahren. Damals war Emma Jover García 23 Jahre alt und auf dem Weg zu einem Au-Pair-Job nach Deutschland. Seitdem ist der Norden Deutschlands ihre Heimat. „Damit hat sich auch meine Mutter abfinden müssen“, lacht die neugierige Katalanin.

Nach ihrem Studium der Politikwissenschaft in Barcelona wollte sie in Deutschland ihre Deutschkenntnisse verbessern: „Auf der Suche nach einem Tandem-Sprachpartner habe ich meinen damaligen Freund kennengelernt und beschlossen, erst einmal in Deutschland zu bleiben“.

Nachdem sie sechs Monate als Au-Pair-Mädchen gearbeitet hatte, fand Emma Jover García einen Job in einem spanischen Konzern in Bremen. Im Kundenkontakt konnte sie ihre Spanisch- und Deutschkenntnisse perfekt einbringen. Anschließend war sie in zwei weiteren Unternehmen im Bremer Raum tätig. „Dabei war mir immer wichtig, mich nicht auf meine Fähigkeiten als Übersetzerin oder Dolmetscherin reduzieren zu lassen“, erklärt die heute 40-Jährige. Sie kümmerte sich von Anfang an um ihre berufliche Weiterbildung und erweiterte schnell ihren Tätigkeitsbereich. 

Von der Möglichkeit der Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB)  erfuhr Emma Jover García allerdings erst im Zuge des neuen Anerkennungsgesetzes im April 2012. Dabei ist die Anerkennung von Hochschulabschlüssen in diesem Gesetz gar nicht geregelt. Ihr ‚Beruf‘ als Politikwissenschaftlerin ist nicht reglementiert, wie zum Beispiel bei Ärzten. Sie kann auch ohne eine offizielle Anerkennung in Deutschland arbeiten.

Die Anerkennung ihres Diploms sei immer eine offene Baustelle gewesen, die sie gern regeln wollte. „Mit der Zeugnisbewertung hatte ich endlich ein offizielles Dokument in den Bewerbungsunterlagen, das meine Berufsqualifikation schwarz auf weiß dokumentiert. Das ist einfach ein gutes Gefühl!“ erklärt Emma Jover García. Schon wenige Monate nach Erhalt der Zeugnisbewertung konnte sie sich beruflich verändern. Seit September 2014 arbeitet Emma Jover García bei der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe des Landkreises Heidekreis. „Ich freue mich auf die neuen Herausforderungen in einem Themenfeld, das mir sehr am Herzen liegt und für das ich mich seit vielen Jahren auch schon ehrenamtlich engagiere“, sagt sie. 

Bevor sie den Antrag auf Zeugnisbewertung bei der ZAB stellte, ließ Emma Jover García sich vom Netzwerk „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ in Soltau beraten. Zunächst wurde sie telefonisch aufgeklärt, welche Unterlagen sie dafür benötigte: „Ich musste die Kopie meines Diploms amtlich beglaubigen lassen und weitere Unterlagen wie zum Beispiel mein Abiturzeugnis besorgen“. Fast ein halbes Jahr hat sie dafür gebraucht, weil sie dafür auch einmal nach Spanien fliegen musste. „Dann habe ich in einem persönlichen Gespräch zusammen mit der IQ-Beraterin den Antrag ausgefüllt und abgeschickt.“ Mit der Begleitung durch die ZAB war sie sehr zufrieden: „Auch wenn die Bearbeitung aufgrund der hohen Nachfrage bei mir  relativ lange gedauert hat, wurde ich regelmäßig über den aktuellen Stand informiert und um Geduld gebeten.“ Mittlerweile (seit Ende April 2014) stellt die ZAB  Zeugnisbewertungen innerhalb von  drei Monaten  aus.

Für eine Zeugnisbewertung bei der ZAB fallen aktuell Gebühren von 200 Euro an, dazu kamen Kosten für Übersetzungen und Beglaubigungen sowie die Flüge nach Spanien für die Beschaffung der Unterlagen. „Der Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich bin froh, dass ich das offizielle Dokument nun habe und potenziellen Arbeitgebern keine langwierigen Erklärungen mehr zu meinem Uni-Abschluss liefern muss“, sagt Emma Jover García.    

Ihr Wissen und ihre Erfahrung gibt Emma Jover García jetzt in ihrem beruflichen und privaten Umfeld weiter. Ratsuchenden empfehle sie vor allem den "Anerkennungs-Finder": „Eine Bekannte hat so zum Beispiel schon aus ihrem Heimatland in der Ukraine geschaut, an wen sie sich mit ihrer Anfrage wenden muss und kann sogar vom Ausland aus den Antrag stellen. Der Finder und die übrigen Infos auf der Website sind eine super Vorbereitung“, findet Emma Jover García. 

Das Gespräch mit Frau Jover García wurde im August 2014 geführt. Im Vorfeld der Zeugnisbewertung wurde sie insbesondere von der IQ-Anerkennungsberatungsstelle beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft in Lüneburg beraten und begleitet (mobile Beratung in Soltau).