Wirtschaft und Management

Wirtschaft und Management

Junger Mann mit Headset am Computer
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Berufe und Tätigkeiten in Wirtschaft und Management sind in allen Wirtschaftsbereichen anzutreffen. Vom kleinen Betrieb bis zum Großkonzern. In der öffentlichen Verwaltung oder in der freien Wirtschaft, in Industrie und Handel, im Dienstleistungsbereich, im Handwerk, in den Medien usw. Es gibt viele Einsatzgebiete. Genauso vielfältig sind die Tätigkeiten in diesem Bereich. Sie reichen von Tätigkeiten in der Sachbearbeitung bis zu Management- und Leitungsfunktionen.

Typische Ausbildungswege und Berufe in der Wirtschaft

Kaufmännische Duale Berufsausbildungen

Duale Berufsausbildung heißt, die Ausbildung wird in der Berufsschule und in einem Betrieb erlernt. Die Ausbildung dauert in der Regel 2-3 Jahre. Es gibt eine große Anzahl an unterschiedlichen Berufen wie Kauffrau bzw. Kaufmann im Büromanagement, Verkäuferin und Verkäufer, Hotelfachfrau und Hotelfachmann und viele weitere kaufmännische Berufe.

Fortbildungen

Geprüfte Betriebswirtin bzw. geprüfter Betriebswirt
In Deutschland ist die geprüfte Betriebswirtin bzw.der geprüfte Betriebswirt die höchste nicht akademische Qualifikation in der Betriebswirtschaft. Mit der Fortbildung können Kaufleute oder Fachwirte in Managementpositionen arbeiten. Die Abschlussprüfungen finden in der Regel bei den Industrie- und Handelskammern (IHK) statt. Der Abschluss ist dem Master-Abschluss an Hochschulen gleichgestellt.

Technische Betriebswirtin bzw. technischer Betriebswirt
Als Geprüfte technische Betriebswirtin bzw. als geprüfter technischer Betriebswirt arbeitet man in einem Unternehmen an der Schnittstelle von Produktion, Technik und Wirtschaft. Die Art der Fortbildung ist ähnlich mit der Fortbildung zur geprüften Betriebswirtin oder zum geprüften Betriebswirt (siehe oben). Die Abschlussprüfungen finden in der Regel bei den Industrie- und Handelskammern (IHK) statt. Der Abschluss ist dem Master-Abschluss an Hochschulen gleichgestellt.

Betriebswirtin und Betriebswirt nach der Handwerksordnung
Diese Fortbildung wurde speziell für Meisterinnen und Meister im Handwerk entwickelt. In der Fortbildung lernt man betriebswirtschaftliches Fachwissen, mit dem man im Management von Handwerksbetrieben arbeiten kann oder ein eigenes Unternehmen gründen kann. Der Abschluss baut auf der Fortbildung zur Meisterin oder zum Meister auf und ist in Deutschland die höchste Qualifikation im Handwerk. Der Abschluss ist dem Master-Abschluss an Hochschulen gleichgestellt.

Weiterbildung (diese Berufe gibt es nur in einigen Bundesländern)

Staatlich geprüfte Betriebswirtin bzw. Staatlich geprüfter Betriebswirt
Bei einer betriebswirtschaftlichen Weiterbildung an einer Fachschule oder Fachakademie für Wirtschaft kann man unterschiedliche Fachrichtungen wählen, z.B. Marketing, Handel, Controlling. Eine Weiterbildung endet mit einer staatlichen Prüfung. Man erhält den Abschluss „Staatlich geprüfte Betriebswirtin“ bzw. „Staatlich geprüfter Betriebswirt“. Die Weiterbildungen und Fachrichtungen werden von den Bundesländern geregelt. Sie können in jedem Bundesland unterschiedlich sein. Der Abschluss ist dem Bachelor-Abschluss an Hochschulen gleichgestellt.

Studium der Betriebswirtschaftslehre (BWL)

In Deutschland hat man die Möglichkeit, das Fach „Betriebswirtschaftslehre“ an einer Universität oder Fachhochschule zu studieren. Man kann im Hochschulstudium viele Spezialisierungen wählen (z.B. Marketing, Produktion, Controlling). Nach dem Hochschulstudium erhält man den akademischen Grad Diplom, Bachelor oder Master.

Einen detaillierten Überblick über alle Berufe im Bereich Wirtschaft bietet das Online-Angebot der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf BERUFENET.

Brauche ich eine Anerkennung?

Es handelt sich in der Regel um Berufe, die nicht reglementiert sind. Für nicht reglementierte Berufe ist eine Anerkennung nicht zwingend erforderlich. Die Arbeitgeber bestimmen die Anforderungen für die einzelnen Jobs. Eine Anerkennung hat aber Vorteile: Sie erhalten ein offizielles und rechtssicheres Dokument. Ihre Berufsqualifikation ist dann rechtlich einer deutschen Berufsqualifikation gleichgestellt. Dies erhöht Ihre Chancen bei einer Bewerbung, weil potenzielle Arbeitgeber sofort erkennen, dass Ihre Berufsqualifikation mit dem Niveau einer deutschen Berufsqualifikation vergleichbar ist. Nicht zuletzt kann Ihnen eine Anerkennung auch bei Gehaltsverhandlungen helfen.

Aber auch mit einer teilweisen Anerkennung können Sie sich bewerben. In Ihrem Anerkennungsbescheid wird nicht nur festgehalten, wo die Unterschiede zum deutschen Referenzberuf sind. Auch Ihre Fähigkeiten werden dokumentiert. Sie machen bei einer Bewerbung für jeden Arbeitgeber damit transparent, was Sie können.

Für Hochschulabschlüsse im Bereich Betriebswirtschaft gibt es keine Anerkennung über ein klassisches Anerkennungsverfahren. Hier kann aber eine Zeugnisbewertung über die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) durchgeführt werden.