Gruppenfoto der NetQA-Projektpartner
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06.06.2019

Erstes Projektpartner-Treffen von NetQA

Networking in Bonn: Erstmals kamen am 3. und 4. Juni alle Partner des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „Netzwerk Qualifikationsanalyse“ (NetQA) zu einem gemeinsamen Arbeitstreffen im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) zusammen.

Wie kann die Qualifikationsanalyse (QA) als gängiges Instrument im Anerkennungsverfahren etabliert werden? Welche praktischen Erfahrungen wurden bisher gemacht? Und wie kann dieses Wissen weitergegeben werden? Diese Fragen standen im Zentrum des ersten Projektpartner-Treffens in Bonn, an dem neben dem NetQA-Team und dem BMBF alle neun Projektpartner teilnahmen: die Handwerkskammer (HWK) Berlin, HWK Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg, HWK Koblenz, HWK der Pfalz, Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern, saaris – saarland.innovation&standort e. V., IHK FOSA sowie die Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk (ZWH) und der Westdeutsche Handwerkskammertag (WHKT).

Alle Projektpartner verstehen sich als Multiplikatoren, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit der QA an die zuständigen Stellen in festgelegten, sogenannten „Transferregionen“ verbreiten: Jeder Projektpartner versorgt in seiner Region die zuständigen Stellen mit Informationen, Erfahrungen oder Schulungen rund um das Thema QA. Auf diese Weise unterstützt NetQA die Umsetzung des Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes (BQFG). Dort wurde festgelegt, dass die Qualifikation der Anerkennungssuchenden unter „Sonstige geeignete Verfahren“ (§14 BQFG) z. B. bei fehlenden oder nicht aussagekräftigen Dokumenten auch praktisch überprüft werden kann. Das bundesweite Netzwerk hilft den zuständigen Stellen dabei, die Antragstellenden in den individuellen Verfahren zügig und sicher durch die QA zu führen.

Beim gemeinsamen Treffen in Bonn tauschten sich die Teilnehmenden über bisherige Erfahrungen aus und definierten den weiteren Handlungsbedarf. Denn: Auch nach Erprobung der QA in den beiden Vorprojekten „Prototyping“ und „Prototyping Transfer“ sind immer noch viele zuständige Stellen unsicher in der Anwendung. Aber schließlich sind sie es, die eine QA zur Feststellung der beruflichen Kompetenzen empfehlen und die entsprechenden Fachexperten beauftragen sollen. Daher lautete auch in Bonn die zentrale Frage: Wie kann der Erfahrungsaustausch mit und zwischen den zuständigen Stellen noch weiter vorangetrieben und verbessert werden?

„Das ist eine echte Herausforderung“, resümierte Daniela Wiemers, Projektkoordinatorin von NetQA am Ende des zweitägigen Treffens. Da sich die Verfahrenspraxis noch nicht überall etabliert habe, so Wiemers, könne das Wissen und Know-how schnell verloren gehen. Zum Beispiel, wenn erfahrene Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter die zuständige Stelle verlassen. „Deshalb unterstützen wir mit NetQA die Arbeit der zuständigen Stellen und der anderen Beratergruppen, indem wir Wissen zugänglich machen, an sie herantragen und zum Austausch motivieren“, so Wiemers. Das geschieht durch den „Expertise- und Wissenspool für zuständige Stellen“, die Weiterentwicklung von Schulungsangeboten sowie die Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit in NetQA.

Das Fazit in Bonn lautet: Die bisherigen Anstrengungen zur Vernetzung und zum gegenseitigen Wissens- und Erfahrungsaustausch müssen weiter intensiviert werden. Dabei sei es ein großer Vorteil, so starke Partner wie den WHKT und die IHK FOSA an seiner Seite zu haben. Wiemers: „Mit NetQA setzen wir auf vielen Ebenen an, um die QA als Instrument in den zuständigen Stellen zu etablieren.“

Für das vom BMBF geförderte Projekt NetQA übernimmt das BIBB die Gesamtkoordination und das Wissensmanagement. Die fachliche Steuerung und Begleitung der Handwerkskammern ist Aufgabe des WHKT. Die IHK FOSA übernimmt die fachliche Begleitung der Industrie- und Handelskammern. Die ZWH ist Partner für die Entwicklung und Durchführung von Schulungen zur QA.

Weitere Informationen

Projektseite NetQA – Netzwerk Qualifikationsanalyse

Expertise- und Wissenspool für zuständige Stellen