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Gruppenfoto der Projektpartner mit den mexikanischen Ärztinnen und Ärzten
© MigraNet

09.08.2018

Vermittlung mexikanischer Ärzte - Pilotprojekt erfolgreich gestartet

In einer Willkommensrunde an der Ludwigs-Maximilians-Universität München begrüßten die Projektpartner am 3. August 2018 sieben Ärztinnen und Ärzte aus Mexiko, die sich derzeit in Bayern auf die ärztliche Fachsprach- und Kenntnisprüfung vorbereiten. Sie gehören zu den ersten Teilnehmenden des Pilotprojekts „Vermittlung mexikanischer Ärztinnen und Ärzte nach Deutschland“, gemeinsam initiiert von der Zentralstelle für Auslands- und Fachvermittlung (ZAV), dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Auswärtigen Amt (AA). Kooperationspartner auf regionaler Ebene sind die Landesnetzwerke im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ Bayern (MigraNet), Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern.

Ärztinnen und Ärzte: Überschuss in Mexiko – Mangel in Deutschland

In Deutschland als Arzt oder Ärztin zu arbeiten war schon seit längerem das große Ziel ‒ dies berichteten die Projektteilnehmenden in München in einer persönlichen Vorstellungsrunde. Deutschland ist für Fachkräfte aus Mexiko wegen der wirtschaftlichen und sozialen Stabilität sehr attraktiv. „In Mexiko gibt es ein Überangebot an Ärztinnen und Ärzten, die sehr gut ausgebildet sind und häufig auch schon gute Deutschkenntnisse vorweisen können“, erläuterte Andrea Degenkolbe vom Personalservice der ZAV die Auswahl Mexikos als Partnerland. In Deutschland werden diese Fachkräfte gerade in ländlichen Regionen dringend gebraucht.

„In diesem Pilotprojekt setzen wir entscheidende Faktoren für eine erfolgreiche Fachkräftevermittlung modellhaft um“, hob Maja Rentrop-Klewitz (BMBF) in ihrem Einführungsvortrag hervor. Ziel ist es, dadurch Best-Practice-Modelle zu entwickeln und Fachkräfteeinwanderung nach Deutschland insgesamt noch effektiver zu gestalten.

Begleitung und Beratung vor und nach der Einreise

Die mexikanischen Ärztinnen und Ärzte, die an dem Projekt teilnehmen, verfügen bereits vor der Einreise über sehr gute Sprachkenntnisse. Sie werden in Mexiko und Deutschland durchgehend durch die ZAV und die Kooperationspartner im Förderprogramm IQ begleitet und beraten. Die Visa- und Anerkennungsverfahren werden in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden durch-geführt. Gleichzeitig werden frühzeitig Kontakte zu interessierten Kliniken als potenzielle Arbeitgeber vermittelt. Nach erfolgreicher Kenntnisprüfung erhalten die Teilnehmenden ihre Approbation und stehen dem hiesigen Arbeitsmarkt als Ärztin oder Arzt zur Verfügung.

MigraNet-Koordinator Stephan Schiele dankte den bayerischen Gesundheitsbehörden für die Zusammenarbeit: „Die gute Abstimmung mit dem Ministerium und der Regierung von Oberbayern hat wesentlich zum erfolgreichen Start beigetragen“. Die MigraNet Anerkennungsberatung begleitet die mexikanischen Teilnehmenden vor Ort. Auch in den übrigen Partnerregionen Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern nehmen die ersten mexikanischen Ärztinnen und Ärzte bereits an Vorbereitungskursen teil. In einer ersten Runde sollen im Rahmen des Pilotprojekts insgesamt 30 Ärztinnen und Ärzte vermittelt werden.

Weitere Informationen

IQ Landesnetzwerk Bayern - MigraNet