Lissabon-Konvention

Lissabon-Konvention

Ausländische Hochschulabsolventin in Bibliothek
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Die Lissabon-Konvention gibt es seit 1997. Sie legt Prinzipien zur Anerkennung von Studienleistungen und -abschlüssen fest und betont die Notwendigkeit transparenter Anerkennungskriterien.


Die Lissaboner Anerkennungskonvention – amtlich das „Übereinkommen über die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich in der europäischen Region“ – wurde am 11. April 1997 von mehreren europäischen Staaten verabschiedet. Die Konvention, die vom Europarat und der UNESCO initiiert wurde, gilt als erstes allgemeines völkerrechtliches Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung von Studienleistungen und -abschlüssen. In Deutschland ist die Konvention am 1. Oktober 2007 in Kraft getreten. Sie sieht die erleichterte Anerkennung von ausländischen Studienleistungen und -abschlüssen vor. Die Konvention zielt einerseits auf die Anerkennung zum Zweck des Hochschulzugangs und andererseits auf die Bewertung von Hochschulqualifikationen zum Zweck des Zugangs zum deutschen Arbeitsmarkt.

Anerkennung im Hochschulbereich

Zuständig für die Anerkennung zum Zweck des Hochschulzugangs, des Zugangs zu weiterführenden Studien wie auch für die Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen sind die Hochschulen. Die Führung ausländischer Hochschulgrade ist in den Landeshochschulgesetzen geregelt. Auskünfte hierzu erteilen die Wissenschaftsministerien der Länder.

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Zeugnisbewertung durch die ZAB

Auf Grundlage der Lissabon-Konvention stellt die Zentralstelle für ausländische Bildungswesen (ZAB) der Kultusministerkonferenz individuelle Zeugnisbewertungen für abgeschlossene ausländische Hochschulausbildungen aus allen Staaten der Welt aus. Eine Zeugnisbewertung der ZAB kann den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt mit einer ausländischen Hochschulqualifikation erleichtern.

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