Mentor Musa – Anerkennung als Kraftfahrzeugmechatroniker

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Mentor Musa

Ich habe es nicht bereut!


Dank der guten Unterstützung konnte ich in Deutschland neu anfangen.


Mentor Musa ist ein Macher. Mit seiner Frau wagte er den Neustart in Deutschland. Er kündigte seine Stelle im elterlichen Busunternehmen im Kosovo. Heute hat er einen festen Job als Kraftfahrzeugmechatroniker.


Name Mentor Musa
Alter 30
Referenzberuf Kfz-Mechatroniker
Herkunftsland Abschluss Kosovo
Tätig als Kraftfahrzeugmechatroniker

Anerkennung bedeutet für mich …

... eine große Unterstützung für mein Berufsleben.


Mein Tipp

Geduld haben, denn es lohnt sich!


„Ich habe so viel Hilfe bekommen. Das habe ich wirklich nicht erwartet!“ Dank der Unterstützung vieler Beteiligter hat der Kosovare Mentor Musa es in Deutschland geschafft: Er ist als Kraftfahrzeugmechatroniker anerkannt, hat einen festen Job und fühlt sich in seiner neuen Heimat „pudelwohl“.

Im Dezember 2015 beschlossen Mentor Musa und seine in Deutschland geborene Frau, ihr Glück in Deutschland zu versuchen. Ein mutiger Schritt, denn als Manager im elterlichen Busunternehmen hatte er im Kosovo eine sichere Stelle. Aber der ausgebildete Kraftfahrzeugmechatroniker suchte eine neue Herausforderung. Von Deutschland hatte er bereits viel gehört und kannte das Land von einigen Besuchen. Trotzdem war am Anfang vieles fremd: „Alles war komplett neu für mich, und vor allem die Sprache war sehr schwer. Meine Frau war am Anfang meine Übersetzerin.“ Doch Mentor Musa ist ein Macher. Er büffelte intensiv Deutsch und erreichte das B1-Niveau. Das B2-Zertifikat nimmt er demnächst in Angriff.

Auch in Deutschland wollte Mentor Musa wieder in seinem Traumjob als Kraftfahrzeugmechatroniker arbeiten. Ein Praktikum bei den Stadtwerken Heilbronn ebnete ihm den Weg. Seine Vorgesetzten dort waren beeindruckt von seiner Arbeit und ermutigten ihn, seinen Gesellenbrief in Deutschland anerkennen zu lassen. Informationen zum Verfahren recherchierte der 30-Jährige über den Anerkennungs-Finder auf dem Portal "Anerkennung in Deutschland". Wertvolle Auskunft und Unterstützung erhielt er auch bei der Handwerkskammer, die für das Anerkennungsverfahren von Kraftfahrzeugmechatronikern zuständig ist. Den Anerkennungsantrag stellte er dann im April 2016. Doch starten konnte das Verfahren nicht: „Mein Abschlusszeugnis aus dem Kosovo fehlte, und wir hatten keine Möglichkeit, es von dort zu bekommen.“ Kein Grund zu verzweifeln, denn in Fällen wie diesem gibt es die Möglichkeit einer Qualifikationsanalyse. Durch praktisches Probearbeiten und ein mündliches Fachgespräch stellte Mentor Musa im Februar 2017 seine beruflichen Qualifikationen unter Beweis. Unter anderem musste er technische und elektrische Fehler bei zwei Fahrzeugen feststellen und allgemeine Fragen zum Beruf beantworten. „Die Experten, mit denen die Qualifikationsanalyse gemacht wurde, waren sehr nett und verständnisvoll.“ Die Aufgaben löste er gekonnt und erhielt schon einen Monat später auf Basis der Qualifikationsanalyse die volle Anerkennung als Kraftfahrzeugmechatroniker.

Keine Sekunde dachte der ehrgeizige junge Mann daran, dass es nicht klappen könnte: „So viele Leute haben an mich geglaubt. Ich war immer positiv gestimmt.“ Durch die gute Zusammenarbeit von Handwerkskammer und den Stadtwerken Heilbronn hatte Mentor Musa sein Ziel erreicht und es lohnte sich gleich doppelt für ihn. Nach der Anerkennung stellte ihn der Betrieb als Kraftfahrzeugmechatroniker ein. Dort ist er für die Instandhaltung der Fahrzeuge verantwortlich. „Der Anerkennung verdanke ich meinen jetzigen Job. Ich bin meinem Meister und auch meinem Personalleiter sehr dankbar. Sie haben mich richtig unterstützt und wollten, dass ich die Anerkennung bekomme.“

Foto: © Portal „Anerkennung in Deutschland“/BIBB: Robert Funke

Das Gespräch mit Mentor Musa fand im Mai 2018 statt. Beim Anerkennungsverfahren beriet und unterstützte ihn die Handwerkskammer Heilbronn-Franken.