Bashkim Maksutaj - Anerkennung als Kraftfahrzeugmechatroniker

Porträtierte Person sitzt und blickt in die Kamera. Im Hintergrund erkennt man eine Werkstatt.
Bashkim Maksutaj

Mir stehen alle Türen offen!


Durch die Anerkennung kann ich in meinem Beruf arbeiten und den Meister machen.


Bashkim Maksutaj zog im November 2016 zu seiner Frau nach Kiel. Knapp 1 Jahr später erhielt der im Kosovo ausgebildete Kraftfahrzeugmechatroniker die volle Anerkennung.


Name Bashkim Maksutaj
Alter 28
Referenzberuf Kraftfahrzeugmechatroniker
Herkunftsland Abschluss Kosovo
Tätig als Kraftfahrzeugmechatroniker

Anerkennung bedeutet für mich …

... ein besseres Leben, denn ich bin jetzt vollständig integriert.


Mein Tipp

Nicht lockerlassen und zielstrebig sein – dann klappt es auch!


Bashkim Maksutaj verließ seine Heimat, den Kosovo, Ende 2016 und folgte seiner Frau, die bereits in Deutschland lebte, nach Kiel. Seine Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker hatte er 2008 abgeschlossen und bereits einige Jahre in seinem Beruf gearbeitet. Daher ging er davon aus, dass er hier in Deutschland problemlos Arbeit bekommen würde: „Ich habe erwartet, dass ich schnell einen guten Job finde. Aber ohne die Anerkennung meiner Ausbildung war das schwierig.“

Das Thema berufliche Anerkennung nahm der 28-Jährige unmittelbar in Angriff. Die deutsche Sprache bereitete ihm trotz eines Sprachkurses, den er im Kosovo absolviert hatte, und eines weiteren Kurses hier in Deutschland noch Probleme. Daher recherchierte seine Frau im Internet und vereinbarte einen Termin bei der zuständigen Stelle, der Handwerkskammer Lübeck. In einem Beratungsgespräch mit Sabrina Dücker erhielt Bashkim Maksutaj alle notwendigen Informationen und stellte den Antrag auf Anerkennung im Januar 2017. Die Verfahrensgebühren wurden über den Anerkennungszuschuss der Zentralen Förderstelle im Forschungsinstitut für Betriebliche Bildung (f-bb) übernommen. „Das war eine große Unterstützung für mich. Ohne den Anerkennungszuschuss wäre es problematisch gewesen“, erzählt der 28-Jährige.

Im April erhielt Bashkim Maksutaj den Bescheid über die Teilanerkennung seines Berufes. Um die volle Anerkennung zu erhalten, musste er ein Praktikum absolvieren. Es dauerte ein halbes Jahr, bis er einen passenden Praktikumsplatz fand. Eine schwierige Zeit für den ehrgeizigen jungen Mann: „Die ganzen Unterlagen und das lange Warten, bis ich eine Praktikumsstelle bekommen habe, waren eine Herausforderung. Auch die Sprache war eine Hürde für mich. Aber meine Frau und die Beraterin bei der Handwerkskammer haben mich unterstützt.“

Das Praktikum erwies sich als Glücksgriff. Denn es war zugleich ein Probearbeiten, bei dem Herrn Maksutaj eine Festanstellung in Aussicht gestellt wurde. Voraussetzung dafür: die volle Anerkennung. Jetzt musste es schnell gehen. Wieder wandte er sich an seine Beraterin bei der Handwerkskammer Lübeck und stellte den Antrag auf volle Gleichwertigkeit, die ihm kurz darauf auch bescheinigt wurde. „Die Erfahrungen mit der Handwerkskammer waren sehr positiv. Ich habe viele hilfreiche Informationen bekommen und meine Beraterin hat dafür gesorgt, dass alles schnell geht.“ Auch die Kosten für den Folgeantrag wurden im Rahmen des Anerkennungszuschusses übernommen.

Im April 2018 startet Herr Maksutaj als Kraftfahrzeugmechatroniker bei einem namhaften Unternehmen, allerdings nicht im Praktikumsbetrieb. Spontan hatte sich an anderer Stelle ein Bewerbungsgespräch ergeben, bei dem der 28-Jährige mit seinen Fähigkeiten und seinem Engagement beeindruckte. Er ist rundum zufrieden und freut sich auf den Job: „Für mich ist es ein besseres Leben. Ich fühle mich integriert.“ Das nächste Ziel hat er sich bereits gesteckt: Er möchte den Fortbildungsabschluss als Kraftfahrzeugtechnikermeister erwerben. Dank der Anerkennung steht diesen Plänen nichts im Weg.

Foto: © Portal „Anerkennung in Deutschland“/BIBB: Robert Funke

Das Gespräch mit Bashkim Maksutaj fand im November 2017 statt. Beim Anerkennungsverfahren beriet und unterstützte ihn die Handwerkskammer Lübeck. Die Kosten für das Anerkennungsverfahren wurden im Rahmen des Anerkennungszuschusses übernommen.