Zwei Jahre Anerkennungsgesetz – Bilanz und Ausblick

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Für alle Fotos der Dokumentation gilt: © BIBB/Himsel


Am 28. April 2014 fand die Fachtagung „Zwei Jahre Anerkennungsgesetz – Bilanz und Ausblick“ in Berlin statt. Auf Einladung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) diskutierten 200 Vertreterinnen und Vertreter von Ländern, Unternehmen, Spitzenverbänden, Wirtschaft, Arbeitsverwaltung, Beratungseinrichtungen und Gewerkschaften sowie die zuständigen Anerkennungsstellen über Erfahrungen und Herausforderungen bei der Umsetzung der neuen gesetzlichen Regelungen. Grundlage der Diskussionen bildete der von der Bundesministerin für Bildung und Forschung vorgelegte „Bericht zum Anerkennungsgesetz“ (PDF, 2,5 MB), der auf ersten Ergebnissen des BIBB-Projekts „Monitoring der Umsetzung des Anerkennungsgesetzes des Bundes als Beitrag zur Qualitätssicherung“ beruht.

Stefan Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF, eröffnete die Fachtagung und zog in seinem Beitrag basierend auf den Erfahrungen von rund zwei Jahren Anerkennungsgesetz und den Ergebnissen aus dem Bericht eine Bilanz und blickte auf künftige Herausforderungen. „Das Anerkennungsgesetz hat sich als ein Instrument der Fachkräftesicherung in Deutschland bewährt“, fasste er zusammen. Nachdrücklich bedankte er sich für das Engagement aller Beteiligten: „Die Informations- und Beratungsstrukturen haben sich in kurzer Zeit als Erfolgsfaktor für die Anerkennung erwiesen“. Müller unterstrich jedoch, dass Unterstützungsbedarf für Anerkennungsinteressierte, aber auch für zuständige Stellen, Betriebe und Weiterbildungsanbieter laufend identifiziert, geeignete Instrumente entwickelt sowie Informationsangebote noch weiter ausgebaut werden müssten.

Elke Badde, Staatsrätin in der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg, wies mit Blick auf die über einhundertjährige Praxis der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) darauf hin, dass Anerkennung als solche keine neue Erfindung sei. Das Anerkennungsgesetz beinhalte aber wichtige Neuerungen, wie z.B. den allgemeinen Rechtsanspruch auf die Prüfung der Gleichwertigkeit des ausländischen Abschlusses. Um die derzeit noch unterschiedliche Umsetzung der gesetzlichen Regelungen vor allem im Ländervollzug einheitlich zu gestalten, gebe es noch viel zu tun. „Einheitlichkeit benötigt Kommunikation“, so Elke Badde mit dem Hinweis darauf, dass eine gute Vernetzung der Akteure untereinander elementar sei. Im Bereich der Gesundheitsberufe sei es erforderlich, die ZAB zu einer zentralen Gutachtenstelle auszubauen. Wichtig sei auch eine einheitliche und aktuelle Wissens- und Informationsgrundlage. Um dies zu gewährleisten, sollten die bestehenden Internetportale dringend zusammengeführt werden.

In Fachpanel (Panel 1, Panel 2, Panel 3) und einer abschließenden Podiumsrunde diskutierten Publikum und Fachexpertinnen und -experten über Umsetzung und Wirkungen des Anerkennungsgesetzes, Handlungsfelder und Weiterentwicklungsmöglichkeiten sowie den Beitrag zur Fachkräftesicherung.

Cover Bericht

Bericht zum Anerkennungsgesetz

(PDF, 2,5 MB)

 

 

 

Gesamtdokumentation mit Bildern (PDF, 1,3 MB)

Gesamtdokumentation ohne Bilder (PDF, 312 KB)

Flyer mit Programm


Monitoring der Umsetzung des Anerkennungsgesetzes des Bundes

Das Projekt „Monitoring der Umsetzung des Anerkennungsgesetzes des Bundes als Beitrag zur Qualitätssicherung“ beim Bundesinstitut für Berufsbildung:

Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung führt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) das Projekt Anerkennungmonitoring durch. Ziel ist es, Transparenz hinsichtlich der Umsetzung des Gesetzes sowie der begleitenden Prozesse zu gewinnen und Unterstützungsbedarf zu identifizieren. Neben dem Verwaltungsvollzug werden daher auch die Prozesse vor und nach dem eigentlichen Anerkennungsverfahren in den Blick genommen. Dazu gehören Information und Beratung, Anpassungsqualifizierung sowie Akzeptanz von Bescheiden auf dem Arbeitsmarkt. Über die Ergebnisse der Analysen legt das BIBB dem BMBF regelmäßig einen Bericht vor.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.