Samad Hamuch – Anerkennung als Elektroniker für Automatisierungstechnik

Porträtierte Person steht vor einem Zug und lächelt.
Samad Hamuch

Ich bin stolz, dass ich das erreicht habe!


In Deutschland kann ich mich beruflich verwirklichen. 


Samad Hamuch setzte alles auf eine Karte, brach seine Ausbildung in Deutschland ab und beantragte erfolgreich die Anerkennung als Elektroniker für Automatisierungstechnik. Heute ist er voll in seinem Element. 


Name Samad Hamuch
Alter 26
Referenzberuf Elektroniker für Automatisierungstechnik
Herkunftsland Abschluss Spanien
Tätig als Schienenfahrzeugelektroniker

Anerkennung bedeutet für mich …

... den richtigen Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt.


Mein Tipp

Engagement zeigen und keine Angst haben, dann schafft man es! 


Aus der Arbeitslosigkeit in Spanien zur gefragten Fachkraft in Deutschland – die Geschichte von Samad Hamuch ist eine Erfolgsgeschichte. In seiner Heimat hatte der 26-Jährige eine Ausbildung in einem zukunftsträchtigen Beruf gemacht. Doch Arbeit fand der gelernte Elektroniker für Elektro- und Automatisierungstechnik aufgrund der Wirtschaftskrise in Spanien nicht. Er musste sich etwas einfallen lassen. Bei Internetrecherchen stieß er auf ein Projekt, das junge Menschen aus Europa bei der Aufnahme einer betrieblichen Berufsausbildung unterstützt und mit deutschen Unternehmen zusammenbringt. „Ich habe mich dort beworben, und es hat tatsächlich geklappt! Ich bin dann im Sommer 2015 nach Deutschland gekommen und habe eine Ausbildung als Fachinformatiker in der Region Hannover angefangen.“

In dieser Zeit wurde ein Headhunter einer spanischen Jobbörse auf Samad Hamuch aufmerksam, der Fachkräfte für die Deutsche Bahn rekrutierte. Beim Vorstellungsgespräch überzeugte der 26-Jährige durch seine Fachkompetenz und auch mit seinen Deutschkenntnissen, die er bereits in Spanien erworben hatte. Antreten konnte er die Stelle trotzdem nicht sofort. Denn eines konnte er nicht vorweisen: die Anerkennung seiner Ausbildung. Wieder recherchierte er im Internet und vereinbarte einen Beratungstermin bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover. „Ich war motiviert und wollte das schaffen. Denn ich liebe meinen Beruf, da er Technik und Innovation kombiniert.“ Um wieder in seinem gelernten Beruf arbeiten zu können, setzte Samad Hamuch alles auf eine Karte: Er brach seine Ausbildung ab, um sich voll und ganz auf das Anerkennungsverfahren konzentrieren zu können. Den Antrag stellte er Ende 2015. Seine Ausbildung wurde jedoch nur teilweise anerkannt. Wesentliche Unterschiede im Bereich der Automatisierungstechnik sollte er durch eine Anpassungsqualifizierung ausgleichen.

Kein Grund für Samad Hamuch, aufzugeben. Doch zunächst stand aus privaten Gründen ein Umzug ins Saarland an. Danach wandte er sich erneut an die IHK, diesmal die IHK Saarland. Die vermittelte ihn an die Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung des Netzwerks „Integration durch Qualifizierung (IQ)“. Dort beriet man Samad Hamuch und organisierte die Anpassungsqualifizierung beim TÜV Nord. Diese vermittelte ihm Wissen und Fähigkeiten aus dem Bereich der Automatisierungstechnik, die nicht Bestandteile der Ausbildung in Spanien waren. Auch die Finanzierung übernahm das Netzwerk IQ. Zwischenzeitlich arbeitete Samad Hamuch als Aushilfe in einem kleinen Betrieb und war für Montagetätigkeiten, unter anderem für Gebäudetechnik, bundesweit im Einsatz. Die praktischen Kenntnisse, die er dort erwarb, verkürzten die Anpassungsqualifizierung auf zwei Monate. Diese absolvierte er erfolgreich und erhielt im August 2016 die volle Anerkennung.

Seit September 2016 arbeitet Samad Hamuch als Schienenfahrzeugelektroniker bei der Deutschen Bahn im Werk München, ist für die Wartung und Instandhaltung der Züge verantwortlich und damit voll in seinem Element. „Ich bin sehr zufrieden und stolz darauf, dass ich diesen Weg gegangen bin. Ich habe hier eine bessere Lebensqualität und durch die Anerkennung einen guten und sicheren Job.“

Foto: © Portal „Anerkennung in Deutschland“/BIBB: Robert Funke

Das Gespräch mit Samad Hamuch fand im März 2018 statt. Beim Anerkennungsverfahren berieten und unterstützten ihn die IHK Hannover, die IHK Saarland sowie saaris saarland.innovation&standort e. V. im Rahmen der Teilprojekte Servicestelle zur Erschließung ausländischer Bildungsabschlüsse (SEAQ) und Qualifizierungsagent für duale Berufe des IQ Netzwerkes Saarland.