Michelle-Ange Monteu - Anerkennung als Ärztin

Michele Anged Monteu - Anerkennung als Ärztin
Michelle Monteu

Hier habe ich tolle Möglichkeiten


Hier kann ich meine medizinischen Kenntnisse vertiefen und erweitern


Dr. Michelle-Ange Monteu (33) kommt aus Kamerun und lebt seit fast 5 Jahren in Deutschland. Nach ihrem Medizinstudium und ihrer Tätigkeit als Ärztin in Mali folgte sie ihrem Mann nach Baden-Württemberg. Die Liebe, sagt sie, sei zwar der Anlass gewesen hierher zu kommen, aber es war für sie nicht der einzige Grund ...


Michelle-Ange Monteu im Video

Eingestellt: Juli 2013

In diesem Video erzählt Michelle-Ange Monteu, wie sie vom Anerkennungsgesetz des Bundes profitiert hat und jetzt in Deutschland beruflich durchstartet.



Sie haben in Mali Medizin studiert. Was hat Sie bewogen nach Deutschland zu gehen?
Die Liebe. Aber nicht nur. Wir wissen alle, dass die Medizin in Deutschland spitze ist. Ich dachte, ich könnte hier meine medizinischen Kenntnisse verbessern und vertiefen.
Und es gibt noch was. In Kamerun sind die Professoren nicht so offen wie in Deutschland. Hier habe ich die Möglichkeit mit den Professoren zu reden und meine Frage zu stellen, ohne Angst, verstehen Sie? In Deutschland habe ich tolle Möglichkeiten.
Wenn mein Chef merkt, dass ich irgendein Defizit habe, hilft er mir, damit ich mich weiterbilden kann. Ich finde das wichtig.

Wie war das, als Sie nach Deutschland kamen?
Ich habe erst einmal 6 Monate die Sprache gelernt. Mein großes Problem war immer die Sprache. Wenn man kein Deutsch kann, ist das immer ein großes Problem.
Nach der Sprachschule habe ich mich dann um eine Stelle als Ärztin im Praktikum beworben und ein Jahr im Krankenhaus gearbeitet – in der Inneren Medizin, Chirurgie und Radiologie.

Was hat Sie in der ersten Zeit in Deutschland bewegt? 
Erst einmal durfte ich nicht arbeiten. Weil ich aus einem Drittstaat komme, brauchte ich erst eine Erlaubnis zur Erwerbstätigkeit. Ich habe ein Jahr kein Geld verdient. Das war die erste Enttäuschung in Deutschland. Und ich habe gemerkt – es gibt in verschiedenen Bundesländern verschiedene Gesetze.

Sie wollten Ihren Beruf als Ärztin hier anerkennen lassen. Wie haben Sie sich informiert?
Im Internet. Ich habe auf Google das Stichwort „ärztliche Gleichwertigkeitsprüfung“ gesucht. Danach hatte ich mit verschiedenen Beratungsstellen Kontakt – überall hat man mir sehr bereitwillig weitergeholfen.

Was hat Ihnen bei der Anerkennung Ihres Berufs geholfen?
Das VIA-Institut in Nürnberg. Ich hatte erfahren, dass es dort die Möglichkeit gibt, sich noch mal zu verbessern. Deswegen bin ich nach Nürnberg gegangen und habe zwei Monate einen Fachsprach-Intensivkurs und noch mal dreieinhalb Monate ein Humanmedizin-Kolleg gemacht als Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung Humanmedizin. Das ist eine Art verkürztes Staatsexamen für Ärzte aus Drittstaaten..

Dadurch haben Sie Ihre Prüfung in Rheinland-Pfalz bestanden, Ihre Approbation erhalten und ein Stellenangebot bekommen. Außerdem ist Ihre ärztliche Gleichwertigkeitsprüfung seit November 2012 abgeschlossen. Was machen Sie inzwischen beruflich?
Ich arbeite in Rheinland-Pfalz an einem Krankenhaus. Aber ab nächsten Monat
habe ich eine Stelle in Baden-Württemberg.

Frau Monteu, vielen Dank für das Gespräch!

Dr. Michelle-Ange Monteu lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Leimen (Baden-Württemberg). Das Interview wurde im März 2013 geführt.

Auf dem Weg in die Berufstätigkeit in Deutschland hat sie vor allem das VIA Institut für Bildung und Beruf in Nürnberg begleitet und tatkräftig unterstützt.


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Aktualisiert am 29.03.2013