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Flagge der EU
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18.06.2013

Modernisierung der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie beschlossen

Die Verhandlungen zur Novellierung der seit 2005 geltenden EU-Berufsanerkennungsrichtlinie sind abgeschlossen. Neben der Einführung einer „European professional card“, einem elektronischen Profil, in dem die beruflichen Fähigkeiten einer Person gespeichert werden, sind zahlreiche Verbesserungen geplant.

Mit der erfolgten Überarbeitung der Richtlinie (2005/36/EG) werden die Anerkennungsverfahren beschleunigt. Künftig wird es für bestimmte Berufe einen elektronischen Berufsausweis (European professional card) geben, der die Anerkennungsverfahren vereinfacht. Die modernisierte Berufsanerkennungsrichtlinie umfasst auch einen besseren Zugang zu Informationen und E-Government-Diensten, sowie eine Harmonisierung der Mindestanforderungen der Ausbildungen in den einzelnen Ländern. Außerdem werden der Umgang mit der Teilanerkennung von Qualifikationen und die Überprüfung von Sprachkenntnissen geregelt. Mit dem elektronischen Berufsprofil könnten Fachkräfte ihr Anerkennungsverfahren schon im Heimatland starten.

Auf Betreiben Deutschlands konnte unter anderem durchgesetzt werden, dass die Ausbildung in den Krankenpflegeberufen auch künftig nach 10 Schuljahren möglich ist.

Nachdem sich Rat, EU-Parlament und EU-Kommission über die Novellierung geeinigt haben kann die formale Verabschiedung voraussichtlich im Oktober erfolgen.

Entwurf zur Modernisierung der EU-Anerkennungsrichtlinie

Pressemitteilung der EU

Informationen zur EU-Berufsanerkennungsrichtlinie (2005/36/EG), die die Niederlassungsfreiheit und Dienstleistungsfreiheit regelt.