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Schriftzug "2015", der Wechsel nach 2016 andeutet
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15.01.2016

Erleichterungen für Anerkennungsverfahren und mehr Informationen im Portal zum Jahresbeginn

Ab dem 18. Januar 2016 gibt es Neuerungen im Bereich der Berufsanerkennung: Für Abschlüsse in reglementierten Berufen aus Ländern der Europäischen Union bzw. des Europäischen Wirtschaftsraums wird eine komplett elektronische Antragstellung sowie eine Verfahrensabwicklung über die Einheitlichen Ansprechpartner ermöglicht. Das Anerkennungsportal wird um eine Reihe von neuen Informationen ergänzt.

Die Neuerungen im Überblick:

Gesetzliche Anpassungen
Mit der Novellierung der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie im November 2013 wurde festgelegt, dass die Verfahren zur gegenseitigen Anerkennung von beruflichen Qualifikationen in der Europäischen Union modernisiert und vereinfacht werden müssen. Dadurch soll die Mobilität von beruflich Qualifizierten erhöht werden. Zur Umsetzung dieser Richtlinie tritt am 18. Januar 2016 das BQFG-Änderungsgesetz des Bundes (BQFG-ÄndG) (Gesetzentwurf) in Kraft, mit dem die nötigen Änderungen im BQFG des Bundes und in der Gewerbeordnung vorgenommen werden. Weitere Änderungen in den Berufsgesetzen von Bund und Ländern sowie in den Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzen der Länder werden folgen. Den kompletten aktuellen Gesetzestext des Bundes-BQFG finden Sie hier.

Elektronische Antragstellung für die Berufsanerkennung
Neben dem Antrag auf Anerkennung können bei bestimmten reglementierten Berufen nun auch die dazugehörigen Unterlagen (Prüfungszeugnisse, Befähigungsnachweise etc.) elektronisch übermittelt werden, sofern sie innerhalb der Europäischen Union bzw. des Europäischen Wirtschaftsraums erworben wurden. Damit kann für diese Berufe der gesamte Antrag auf ein Anerkennungsverfahren elektronisch eingereicht werden. Dies kann auch beim Einheitlichen Ansprechpartner des Landes erfolgen, in dem der Beruf ausgeübt werden soll. Er leitet die Unterlagen dann an die zuständige Stelle weiter, die das Anerkennungsverfahren durchführt. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Selbstverständlich kann man auch weiterhin den Antrag mit den erforderlichen Unterlagen per Post an die zuständige Stelle schicken. Diese kann man im Anerkennungs-Finder recherchieren.

Ausbau der Informationsseiten im Anerkennungs-Finder
Das zentrale Informationsportal der Bundesregierung zum Thema berufliche Anerkennung www.anerkennung-in-deutschland.de wurde weiter ausgebaut mit neuen Informationen über die Sprachkenntnisse, die man für die Berufsanerkennung braucht, die zu erwartenden Gebühren für das Anerkennungsverfahren und über zulässige Rechtsmittel. Für viele Länderberufe werden nun auch die Regelungen jedes einzelnen Landes wiedergegeben. Falls man in Deutschland nur gelegentlich und vorübergehend seine Dienstleistungen anbieten möchte, erhält man nun auch dazu Informationen über den Anerkennungs-Finder.

Beratungszentrum nach Art. 57b EU-Berufsanerkennungsrichtlinie
Eine Information in eigener Sache: Die Informations- und Servicestelle der Bundesregierung zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen, die das Portal „Anerkennung in Deutschland“ betreut, ist ab 18. Januar 2016 auch das nationale Beratungszentrum nach Art. 57b der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie. Damit verbunden ist die Aufgabe, EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern sowie den Beratungszentren der anderen Mitgliedstaaten Auskunft zur Anerkennung von ausländischen Berufsqualifikationen in Deutschland zu geben.

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